Beyond Matter – Wenn Skulptur das Sofa erobert
Die Kunstwelt hat einen neuen „Place-to-be“ – und der hat keine Lobby, keine Wartezeiten und du brauchst nicht einmal Socken dafür: „Beyond Matter“, die virtuelle Skulptur-Ausstellung, die seit dem
15. Januar 2026 online zugänglich ist.
Mehr Infos beim Hybrid Sculpture Lab.
In einer Zeit, in der wir schon davon träumen, mit VR-Brillen statt mit Kaffeetassen in der Hand durch Galerien zu
schlendern, bringt Beyond Matter die Zukunft der Museumswelt direkt auf unseren Bildschirm: digital,
interaktiv und überraschend sinnlich – ganz ohne steife Garderobe.
Die Idee hinter der digitalen Skulptur-Oase
Die Ausstellung ist Teil des internationalen Forschungsprojekts
Beyond Matter – Cultural Heritage on the Verge of Virtual Reality, das untersucht, wie
museale Inhalte im digitalen Raum vermittelt werden können. Dabei geht es nicht nur um schnöde Zoom-Fotos von
Exponaten, sondern um echte virtuelle Räume, in denen man – sozusagen – um die Kunst herumlaufen kann.
Organisiert vom Hybrid Sculpture Lab Berlin, verbindet Beyond Matter zeitgenössische
Skulptur mit digitalen Prozessen und stellt Arbeiten vor, die mal physisch, mal digital – und manchmal beides zugleich
sind. Kurz: Hier bekommt Material plötzlich Konkurrenz von Pixeln. Und nein, die Pixel stauben nicht ein.
Sechs Bildhauer*innen, sechs Perspektiven
Im Zentrum stehen sechs internationale Bildhauer*innen mit unterschiedlichen Zugängen zur Skulptur: von der
klassischen Form bis zum digitalen 3D-Modell. Sie verbinden traditionelle Techniken aus Stein, Holz und Metall mit
digitalen Verfahren und präsentieren jeweils zwei Arbeiten. Einige davon existieren physisch, andere nur in digitaler
Form – oder als Vorschlag für die Zukunft.
Mit dabei sind unter anderem:
- Agata Tekla, die den weiblichen Körper als allegorische Form mit symbolischem Gehalt erkundet,
- Daniel Pérez, der Fragmentierung und Erinnerungsräume mit geometrischer Strenge verbindet,
- Butrint Morina, der Bewegung und kollektive Erfahrung in abstrakte Formen übersetzt,
- sowie Nils Hansen selbst, der zwischen analoger Steinbildhauerei und digitaler Formfindung pendelt.
Das Ergebnis ist ein hybrides Skulpturerlebnis, in dem physische Präsenz und virtuelle Freiheit aufeinandertreffen –
irgendwo zwischen Atelier, Ausstellungsraum und dem Moment, in dem du merkst: „Oh, ich kann hier wirklich herumgehen.“
Warum das Ganze?
Kurz gesagt: Beyond Matter fragt, wie Museen und Ausstellungsmacher*innen die Grenzen von Raum und Material
neu denken können. Was passiert, wenn Skulpturen nicht mehr durch Schwerkraft definiert sind? Wenn digitale Modelle
genauso ernst genommen werden wie Bronze- oder Marmorfassungen? Und ob der digitale Raum so etwas wie ein „Museum der
Zukunft“ sein kann?
Die technische Seite mag komplex klingen, aber die Erfahrung ist überraschend zugänglich – selbst für Besucher*innen,
die eher aus dem Sofa als aus dem VR-Sessel schreiben. Einfach einloggen, virtual reality ready oder nicht:
Beyond Matter nimmt dich mit auf eine futuristische, aber charmant geerdete Entdeckungsreise.
Fazit – Kunst im Post-Material-Zeitalter
Am Ende ist Beyond Matter weit mehr als eine reine Online-Ausstellung: Sie ist ein Experiment und eine
Diskussion darüber, wie Kunst in Zukunft erlebt, vermittelt und sogar gedacht werden kann. Und sie erinnert uns daran,
dass – ganz gleich wie digitalisiert die Welt wird – Neugier und Staunen über Formen und Räume immer menschlich bleiben.
Wenn du selbst eintauchen willst in diese digitale Skulpturwelt, findest du mehr Infos direkt bei den
Veranstalter*innen:
Hybrid Sculpture Lab (Nils Hansen)